Der Sozialverband VdK hat ein schönes Erklär-Video veröffentlicht, in dem die kurzfristige Freistellung, die Pflegezeit und die Familienpflegezeit erklärt werden. Wir finden, dass sollten Sie wissen und haben hier den Link dazu: https://www.youtube.com/watch?v=W2ILpXJBGRU.

Und damit Sie auch gleich loslegen können, wenn Sie wollen, haben wir hier auch gleich die Links zu unseren Blogartikeln, die diesen Themenkomplex behandeln:


Pflegezeit

Angehörige investieren durchschnittlich 13,4 Stunden/Woche in die Pflege eines Angehörigen, denn immerhin ist die Mehrzahl der zuhause Pflegenden (2019 rund 65 %) berufstätig: Mit der Pflegezeit nach dem Pflegezeitgesetz (PfZG) hat der Gesetzgeber eine Möglichkeit geschaffen, eine Auszeit von bis zu 6 Monaten für die Pflege naher Angehöriger zu nehmen und dennoch weiter in Teilzeit zu arbeiten: https://www.mi-care.de/blog/archives/25-So-beantragen-Sie-Teilzeitarbeit-nach-dem-Pflegezeitgesetz.html.


Familienpflegezeit

Die Familienpflegezeit nach dem Familienpflegezeitgesetz (FPfZG) ist eine weitere Möglichkeit, Arbeit in Teilzeit und die Pflege naher Angehöriger miteinander zu kombinieren. Mit der Familienpflegezeit erhält man die Möglichkeit, bis zu 24 Monate in Teilzeit zu arbeiten und einen nahen Angehörigen pflegerisch zu umsorgen: https://www.mi-care.de/blog/archives/26-So-beantragen-Sie-eine-Familienpflegezeit-nach-dem-Familienpflegezeitgesetz.html.


Kurzfristige Freistellung

Nicht nur in finanzieller Hinsicht werden Pflegebedürftige und ihre Pflegepersonen vom Gesetzgeber unterstützt. Wenn man sich ganz kurzfristig um die Pflege eines nahestehenden Angehörigen kümmern muss, hat der Gesetzgeber die kurzfristige Freistellung nach § 2 des Pflegezeitgesetzes geschaffen: https://www.mi-care.de/blog/archives/24-Kurzfristige-Freistellung-und-Pflegeunterstuetzungsgeld.html.


Finanzierung der Freistellung

Der Arbeitgeber kann für die Dauer der Freistellung für 10 Tage (aktuell aufgrund der Corona-Pandemie sogar 20 Tage) eine Gehaltsfortzahlung gewähren. Ansonsten kann Pflegeunterstützungsgeld bei der Pflegekasse beantragt werden. Dieses beträgt 90 % des Nettogehalts, das für die Zeit der Freistellung vom Arbeitgeber nicht gezahlt wird. Ob dies mit einem Antragsformular oder mit einem einfachen Brief erfolgen muss, teilt die Pflegekasse auf Nachfrage mit.

Pflegende Angehörige, die ihre Arbeitszeit auf 30 Std./Woche oder weniger reduzieren, haben für die Dauer der Familien-/Pflegezeit eine Finanzierungslücke durch die verringerten Einkünfte. Sofern diese Lücke nicht durch ein weiteres Haushaltseinkommen oder Rücklagen gefüllt werden kann, ist also Handlungsbedarf gegeben, um die Lebenshaltungskosten weiter bestreiten zu können. Hierzu wurde vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben eine Lösung geschaffen – das Darlehen zur besseren Absicherung des Lebensunterhalts: https://www.mi-care.de/blog/archives/27-Anteilige-Finanzierung-der-Pflegezeit-oder-Familienpflegezeit.html.

 

No comments

Add Comment