'Feuerwehr holt gestürzte Rentnerin aus der Wohnung'
'Senioren liegen tagelang verletzt in der Wohnung'
'Schwer gestürzt – 78-Jähriger liegt drei Tage hilflos in der Wohnung'


Ähnliche Meldungen gibt es regelmäßig und sie jagen uns immer einen Schauer über den Rücken. Spätestens, wenn ein eigener Angehöriger plötzlich vermehrt zu Stürzen neigt, müssen wir uns mit diesem Thema auseinandersetzen und Lösungen suchen. Eine davon ist ein (mobiles) Notrufsystem.

Es gibt viele Gründe, warum Ältere und Pflegebedürftige schnell Hilfe brauchen, zum Beispiel nach einem Sturz. Gesundheitliche Probleme oder eine Wohnsituation, die nicht mehr den körperlichen Möglichkeiten entspricht, können zu Problemen führen. Wohnumfeldanpassungen helfen, das Sturzrisiko zu vermindern. Dennoch kommt es gelegentlich zu kleineren und größeren Unfällen, um nicht zu sagen 'Umfällen'. Dann ist meist rasche Hilfe gefragt, nicht nur um den Betroffenen medizinisch zu helfen, sondern auch um deren Mut zur selbständigen Lebensbewältigung nicht zu vermindern. Ein probates Mittel für schnelle Hilfe sind Haus-Notrufsysteme und mobile Notrufsysteme.
Bei der Auswahl eines Haus-Notrufsystems, mobilen oder kombinierten Notrufsystems kommt es nicht nur auf die Funktionalität an, sondern oft auch auf die Kosten. Neben einmaligen Anschlussgebühren von 10 bis 50 € fallen monatliche Kosten von 20 bis 50 € an, je nachdem, welches Servicepaket mit welchem Leistungsumfang man wählt.

Ist das Notrufsystem als Pflegehilfsmittel anerkannt und zugelassen, werden von der Pflegekasse bis zu 25,50 €/Monat übernommen. Bei Kostenübernahme rechnet der Notrufanbieter direkt mit der Pflegeversicherung ab. Die Anschaffung wird je nach Anbieter ebenfalls bezuschusst.

Folgende Notrufsysteme haben bei unserer Recherche einen guten Eindruck hinterlassen:

Libify-Notrufsystem
https://www.libify.com/notrufsysteme
Besonderheiten:
Deutschlandweites Notrufsystem, 24-Stunden-Notrufzentrale, Hausnotrufknopf, Armband für den Notruf unterwegs, Verständigung von Notrufzentrale und Angehörigen.

Claptic-Notrufuhr
https://claptic.com/notrufuhr/
Besonderheiten:
Smart-Watch mit Sturzsensor und Inaktivitätsmeldung, aktiver Notrufauslösung per Knopfdruck oder dreimaligem Klatschen/Klopfen bei Spracheinschränkung, Meldung an Notrufzentrale, Angehörige und Pflegedienst (Kooperation mit der Caritas und MediCall).

Caera Notrufsystem
https://caera.de/
Besonderheiten:
Armband mit Notrufknopf und Sturzerkennung, europaweiter Notruf an bis zu 6 gespeicherte persönliche Kontakte oder eine Notrufzentrale.

Johanniter Haus-Notrufsystem
https://www.johanniter.de/dienste-leistungen/pflege-und-begleitung/notrufsysteme/hausnotruf/
Besonderheiten:
Bundesweites 24-Stunden-Notrufsystem, Notruf-Sender als Armband oder Kette, optional mit Schlüsselhinterlegung und Hausbesuch nach Notruf, wöchentliche Kontrollanrufe und Beratungshotline für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen, z.B. zur Sturzprävention.

ASB-Notrufsystem (Arbeiter-Samariter-Bund)
z.B. https://www.asb-duesseldorf.de/unsere-angebote/notrufsysteme
Besonderheiten:
Notruf auf Knopfdruck (Armband, Rufknopf in Wohnung), Verständigung von Notdienst und Angehörigen, optional Schlüsselverwahrung und 24-Stunden-Bereitschaftsdienst.

Welche Erfahrungen haben Sie, liebe Leser, mit einem Haus-Notruf- oder einem mobilen Notrufsystem gemacht?

 

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