Nachfolgend haben wir die zum 01. Januar 2022 in Kraft tretenden Gesetzesänderungen mit Bezug zur Pflege für Sie in alphabetischer Reihenfolge zusammengestellt:

Begutachtung durch den MDK Medizinischen Dienst  
Die Möglichkeit zur Festlegung des Pflegegrads und Erstellung eines Pflegegutachtens durch den Medizinischen Dienst ohne Ortsbesuch und persönliche Begutachtung wird bis zum März 2022 verlängert.

Beitragserhöhungen zur Pflegeversicherung für Kinderlose
Dieser steigt im Rahmen des 'Gesetzes zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung' für Kinderlose um 0,1 Prozentpunkte.

Entlastungsbetrag
Der Entlastungsbetrag ist für Pflegebedürftige mit Pflegegrad 1 die einzige Leistung der Pflegekasse. Die mit der letzten Corona-Verordnung geschaffenen Erleichterungen zur Inanspruchnahme von Entlastungsleistungen und Betreuungsangeboten bleibt bis auf weiteres erhalten. Ebenfalls wurde die Kostenerstattung für Pflegesachleistungen in den Pflegegraden 2-5 verlängert.

E-Rezept
Das E-Rezept startet bundesweit. Teilnehmen können Ärzte und Apotheken, die die erforderlichen technischen Voraussetzungen geschaffen haben.

Familienpflegezeit
Die mit dem pandemiebedingten Schutzschirm eingeführten Flexibilisierungen bei der Inanspruchnahme von Pflegezeit und Familienpflegezeit bleiben zunächst weiter bestehen.

Gesetzliche Krankenversicherung
Der Beitrag inkl. Zusatzbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung soll 2022 dank 14 Milliarden €  ergänzenden Bundeszuschusses stabil bleiben.

Heimkosten-Zuschuss
Der Anteil der Pflegekosten für die Pflege im Pflegeheim wird ab sofort im ersten Jahr mit 5%, im zweiten Jahr mit 25%, im dritten Jahr mit 45% und in den folgenden Jahren mit 70% von der Pflegekasse bezuschusst. Unterbringungs- und Verpflegungskosten inkl. Investitionskosten sind bleiben hiervon ausgenommen.

Kinderkrankengeld
Dieses bleibt im Rahmen der Pandemiesonderregelungen bis 31.12.22 bei 30 statt 10 Tagen, für Alleinerziehende sogar bei 60 statt 20 Tagen.

Kurzzeitpflege
Durch regionale Anreize zur Stadt- und Quartierentwicklung wird die Schaffung von Kurzzeitpflegeplätzen angeregt. Die Leistungen der Pflegeversicherung für die Kurzzeitpflege werden um 10 % angehoben.

Mehrausgaben durch die Pandemie
Pandemiebedingte Mehrausgaben von Pflegeeinrichtungen und Angeboten zur Unterstützung im Alltag werden bis Ende März 2022 verlängert. Die angepasste Pflegehilfsmittelpauschale (60 € statt 40 €) wurde allerdings aus dem Katalog der befristeten Unterstützungsleistungen gestrichen.

Pflegesachleistung
Die Pflegesachleistung in der ambulanten Pflege erhöht sich um 5%.

Regelmäßige Pflegeberatung
Die regelmäßige Pflegeberatung durch die Pflegekasse kann bis Ende März 2022 weiter telefonisch, digital oder per Videokonferenz erfolgen.

Unterstützungsgeld
Bei einer kurzfristigen Freistellung nach dem SGB XI steht pflegenden Angehörigen 10 Tage Pflegeunterstützungsgeld je Pflegefall zu. Bis Ende März 2022 bleibt dieses auf 20 Tage erhöht.

Zuschuss zur Pflegeversicherung
Zur Finanzierung der Pflegeversicherung wird ein jährlicher Bundeszuschuss von 1 Milliarde € eingeführt.

 

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