Auch ohne Corona-Pandemie fühlen sich viele Deutsche am Rande ihrer Belastbarkeit, wie eine Studie der Techniker Krankenkasse (von 2013) zeigt:

80 % der 36 bis 45-Jährigen klagen über Stress.
77 % der Berufstätigen und 44 % der nicht Erwerbstätigen empfinden ihr Leben als stressig.
69 % der Stadtmenschen und 58 % der Landbewohner leiden unter Stress.
67 % der Berufstätigen geben an, mehr Stress zu haben als vor drei Jahren.
63 % der Frauen fühlen sich gestresst und 52 % der Männer.
57 % der Deutschen sagen, sie stehen unter Stress, 20 % der Deutschen fühlen sich sogar ständig gestresst.

Dabei gibt es fünf Freunde, die helfen, Stress zu vermindern und damit einen Burnout zu vermeiden:

++ Schlafen ++ Bewegen
++ Frühstücken
++ Wasser trinken
++ Kleine Auszeiten gönnen

Schlafen

Schlafen Sie genug. Ärzte empfehlen sechs bis acht Stunden Schlaf täglich. Zu wenig Schlaf schwächt das Immunsystem, zu viel Schlaf macht uns depressiv. Es gilt, die richtige Balance zu finden. Folgende Tipps für einen gesunden Schlaf helfen Ihnen dabei:

++ Nicht zu spät essen.
++ Keinen Kaffee/Espresso nach 18 Uhr.
++ Schlafraum gut lüften und abdunkeln.

Bewegung

Präventionsmediziner empfehlen schon seit langem drei Einheiten Ausdauertraining von 30 Minuten Länge pro Woche. Hier ein paar Tipps für mehr Bewegung im Alltag:

++ Beim Supermarkt nicht am Eingang, sondern möglichst weit weg vom Eingang parken.
++ Nicht von Geschäft zu Geschäft fahren, sondern einen zentralen Parkplatz ansteuern und dann die Besorgungen zu Fuß erledigen.
++ Bei Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln eine Station später ein und eine Station früher aussteigen.

Frühstücken

Frühstücken Sie täglich. Eine Studie der Harvard School oft Public Health hat über einen Zeitraum von 16 Jahren Daten über die Ernährungsgewohnheiten und die Gesundheit der Studienteilnehmer erfasst und ausgewertet. Die Gruppe der Frühstücksmuffel war übergewichtig und erkrankte öfter an Herzkrankheiten als die Vergleichsgruppe, die regelmäßig frühstückte. Hier ein paar Frühstücks-Tipps für Frühstücksmuffel:

++ Müsliriegel mit Espresso (in Ruhe am Tisch genossen).
++ 1–2 Stücke Obst mit Joghurt oder Magerquark.
++ 'Frühstück Classic' mit Gebäck, Aufschnitt & Co.

Wasser trinken

Wasser trinken ist gesund. 1,5 bis 2,5 Liter Flüssigkeit sollten wir täglich zu uns nehmen, und zwar idealerweise stilles Wasser.
Die Zeitschrift Fit for Fun weist darauf hin: Wer vor dem Frühstück, Mittag- und Abendessen sowie vor dem Schlafengehen einen halben Liter Wasser trinkt, verbrennt 100 Kalorien pro Tag zusätzlich – und hat schon seine zwei angestrebten Liter intus. Hier ein paar Trink-Tipps für den Alltag:

++ Tagestrinkmenge bereitstellen und immer für Nachschub sorgen. Wer erst in die Garage oder in den Keller muss, verkneift sich schon mal das eine oder andere Wässerchen.
++ Fruchtsaftschorlen mit Wasser verdünnen.
++ Für absolute Trinkmuffel: Trinkprotokoll führen!

Kleine Auszeiten gönnen

Gönnen Sie sich immer wieder eine kleine Auszeit: Power nap, Mittagsschläfchen, eine aktive Pause. Schlagworte gibt es genug, aber zu wenig Anwender. Also: Aufstehen, bewegen, etwas/jemand anderes sehen, über etwas anderes reden. Es heißt ja 'Pause' und nicht Andersarbeit. Hier ein paar Tipps für kleine Auszeiten:

++ Jede Stunde sollten wir ohnehin 5 Minuten Bildschirmpause einlegen, wenn wir an einem Monitor arbeiten. Und dabei möglichst nicht weiter auf den Bildschirm starren und Katzenvideos gucken, sondern idealerweise aus dem Fenster. Augenärzte empfehlen, dabei Gegenstände in unterschiedlichen Entfernungen zu betrachten, so können sich die Augenmuskeln am besten entspannen.
++ Atemübungen machen (z.B. 5 Sekunden lang einatmen, kurz die Luft anhalten, 5 Sekunden lang ausatmen).
++ Ein paar Dehnübungen am Arbeitsplatz machen, Anleitungen gibt es z.B. von der Berufsgenossenschaft, und zwar hier.
 

Was gegen Stress und Burnout übrigens auch noch hilft, ist Humor. Daher erlauben Sie uns bitte den Hinweis: Zum Büdchen gehen und so lange Bier trinken, bis man einschläft, zählt hier übrigens nicht als 'Fünf auf einen Streich', sondern als 0.

 

 

No comments

Add Comment