Dass das Handy ab und zu ans Ladegerät muss, daran haben wir uns gewöhnt. Doch dass unser Akku im Laufe des Tages auch mal leer ist, daran denken wir meist erst, wenn es zu spät ist.

Wir haben fünf alltagstaugliche Tipps zusammengetragen, die dabei helfen, Belastungen hinter uns zu lassen und Kraft für neue Aufgaben zu sammeln.

Tageseindrücke trennen

Häufig fühlen wir uns von irgendwelchen Idealen, echten oder eingebildeten Erwartungen dazu getrieben, Dinge möglichst schneller zu erledigen und, fast schon im Multitasking-Modus, flott hintereinander wegzuarbeiten. Auf Dauer ist das nicht gut für uns. Die Eindrücke, die während der Besorgungen und Erledigungen auf uns einstürmen, reihen sich endlos aneinander.
Nicht nur, dass wir schneller ermüden, wenn wir keine Pause machen, unser Gedächtnis kommt auch nicht mehr mit. Wir können uns gut viele kleine Informationseinheiten merken, aber nicht riesige Informationsblöcke auf einmal. Darum lernen wir ja auch ein paar Vokabeln und nicht eine Sprache pro Tag.
Nicht nur das Gedächtnis braucht Pausen, z.B. um sich später noch daran erinnern zu können, ob das Bügeleisen wirklich ausgeschaltet wurde, der Rest von uns auch. Denn wer sich früher erholt, hält länger durch.

Zwischen verschiedenen Aktivitäten sollten wir also kurze Pausen einplanen. So wie die Fächer im Besteckfach für Ordnung sorgen, sorgen wir durch kurze Pausen für Ordnung im Oberstübchen.


Bewegung

„Sitzen macht krank!“ deklamiert das Gesundheitsmagazin des NDR und vergleicht Sit-zen sogar mit dem Rauchen: „Sitzen ist das neue Rauchen“.
Wer stundenlang sitzt, gefährdet seine Gesundheit. Studien aus den USA und Australien haben gezeigt, dass Menschen, die sich viel bewegen, eine um fünf Jahre höhere Lebenserwartung haben als jene, die vor allem sitzen. Experten sprechen mittlerweile sogar von einer eigenen Krankheit: der Sitzkrankheit. Durch langes Sitzen fährt der Stoffwechsel runter, sodass weniger Kalorien verbrannt werden ‒ das Risiko für Übergewicht und Diabetes erhöht sich. Die Gefahr für Verkalkungen der Herzkranzgefäße und Herzinfarkte steigt zudem mit jeder Stunde, die der Mensch pro Tag sitzt. Schuld daran ist insbesondere das Bauchfett: Es produziert Botenstoffe, die in das Immunsystem des Körpers eingreifen und entzündliche Prozesse auslösen.
Mehr dazu hier.

Noch schlimmer ist es natürlich, zu sitzen und zu rauchen. Im Gegensatz dazu spült ein kleiner Spaziergang jede Menge Sauerstoff in unsere Zellen. Bei Schmuddelwetter ist es auch möglich, sich drinnen zu bewegen: Waschmaschine oder Spülmaschine mit ein wenig flotter Musik auf den Ohren flott ein-/ausgeräumt tut es auch. Hauptsache: Bewegung und ein wenig Ablenkung. Die nächsten vier Tipps helfen dabei.


Entspannen

Um Entspannungstechniken zu lernen und von diesen zu profitieren, muss man nicht wochenlang einen Kurs besuchen. Es gibt auch einfache Techniken, die sehr rasch gute Erfolge bringen:

Aufrecht hinsetzen/hinstellen, Schultern bis an die Ohren hochziehen und dabei einatmen, ausatmen und dabei die Schultern fallen lassen. Zehnmal wiederholen.


Atmen

Noch einfacher ist es natürlich, das, was wir ohnehin tun, bewusst und auf eine ganz bestimmte Weise zu tun: Atmen. Hier eine ebenso einfache wie wirksame Atemtechnik:

Bequem hinsetzen/hinlegen, Zungenspitze hinter die oberen Schneidezähne legen und zehn tiefe, regelmäßige Atemzüge nehmen. Fünf Sekunden einatmen, kurze Pause, fünf Sekunden ausatmen, fünf Sekunden Pause und von vorn.


Meditieren

Oft wird Meditation als zu kompliziert oder zu zeitraubend gesehen und daher ignoriert oder sogar abgelehnt. Manch eine(r) schreckt schon davor zurück, weil „ich kann doch meine Beine nicht so verbrezeln!“. Dabei muss man nicht wie der tibetanische Meditationsweltmeister meditieren, es geht auch einfacher und 10 Minuten machen nicht nur einen großen Unterschied, die kann jeder irgendwann im Laufe des Tages erübrigen. So geht‘s:

Raum vorher lüften, dann bequem hinsetzen/hinlegen, gerne mit einer nicht zu dicken Decke.
Augen schließen und einfach mal in den Körper hineinspüren, wie es sich anfühlt, einfach so dazuliegen. Die Sitz-/Liegefläche an Beinen und Rücken bewusst wahrnehmen und ganz entspannt atmen.
Unser Körper tut das von alleine, also lassen wir ihn einfach atmen. Und dabei zählen wir jedes Einatmen. Irgendwann erwischen wir uns dabei, dass unsere Gedanken abgewandert sind. Dann fangen wir einfach wieder von vorne an.

 

Viel Spaß beim Ausprobieren und: Wir freuen uns wieder über Erfahrungsberichte!

 

 

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